Heiligenbergbrunnen


Das Wasser spielte auf der Schwäbischen Alb von jeher eine bedeutende Rolle, da es keine fließenden Gewässer gibt und das Kalkgestein infolge seiner Verkarstung das Wasser nicht zu stauen vermag.

Nur im Bereich früherer Vulkane staute sich das Wasser in meist tümpelartigen sogenannten Hülen oder Hülben, woher sich auch der Gemeindename ableitet.

Auf Grund von wasserundurchlässigen Ton- und Mergelschichten etwa 100 Meter unter der Albhochfläche bildeten – meist nur schwach schüttende – Wasserquellen einen sogenannten oberen Quellhorizont und waren bedeutende und begehrte Wasserspender.
Dies gilt auch für die Heiligenbergquelle, wo die Gemeindebevölkerung bis zum Bau der ersten Wasserleitung in den Jahren 1911/1912 das Wasser schöpfte und in sogenannten „Wassergölden“ auf dem Kopf hinauf in die Gemeinde trug. Hieran erinnert auch die Brunnen-Plastik vor dem Rathaus.

Die an der Heiligenbergquelle vorhandene Wasserschöpfstelle wurde im Jahr 1991 vollständig restauriert, wobei der bereits 1968 erstellte Brunnentrog erhalten blieb. Es wurde ein neuer Zu- und Ablauf in Form eines Kalkquaders mit Rinne eingesetzt, der Brunnenrand leicht erhöht und eine neue, massive Sitzbank angebracht. Auch alle technischen Einrichtungen mussten vollständig erneuert werden: Die Quelle wurde neu gefasst in einen kleinen oberen Schacht, von dem aus eine Fall-Leitung einen großen unteren Schacht speist. Damit wird erreicht, dass auch bei geringer Schüttung immer Wasser in den Brunnentrog fließt.

Eine in die Brunnenanlage eingelassene Gedenktafel gibt Zeugnis von der früheren Wasserknappheit auf der Albhochfläche.