Kunstobjekt Brille


Direkt am Albtrauf auf einem als Erddeponie verfüllten früheren Steinbruchgelände steht seit dem Jahr 2000 an herausragender landschaftlicher Position das vom örtlichen Künstler Karl Schwarz stammende Kunstobjekt „Brille“.

Der Künstler hat mit seinen ersten Entwürfen und Gedanken zur „Brille“ die Gemeinde sofort überzeugt. Kunst soll den Betrachter anstoßen, ihn aber auch zur Diskussion anregen und zum Nachdenken bringen.

Das Kunstobjekt beinhaltet gleichzeitig das Realistische und das Absurde. Realistisch, weil es sich um eine überdimensionale Brille handelt und gleichzeitig absurd, weil ein Brillenglas um 90 Grad verdreht in den Himmel zeigt. Das Kunstwerk soll die Wanderer dazu anregen, inne zu halten und nachzudenken. Horizontal wird die Landschaft, die Tier- und Pflanzenwelt und auch der Mensch mit seinen Gewerken betrachtet, die vertikale Blickrichtung weist auf den Schöpfer all dessen hin. Beide Blickrichtungen sind wichtig. Dies bedeutet, dass man zwar mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht, dass man aber ohne die übernatürliche Weisheit nicht existieren würde.

Die Inschrift auf der Steinplatte der „Brille“ fasst dies alles eindrücklich in folgenden Worten zusammen:

„Du siehst die Erde, die Sterne, die Pflanzen, die Tiere. Siehst Du den Menschen, ahnst Du den Schöpfer. Erkenne Gott in Christus!“