Altes Schulhaus, Dettinger Straße 19


Hindenburg-Schule



Bürgersaal

Das Schulwesen in der Gemeinde Hülben hat eine sehr lange Tradition. Bereits 1602 weist die Chronik der Gemeinde den ersten Schulmeister der Gemeinde aus. Kaspar Schildknecht, von Beruf Wagner, konnte einigermaßen lesen und schreiben und wurde somit als Lehrer bestimmt. Einen wichtigen Stellenwert dabei nahm die Lehrerfamilie Kullen ein, welche seit 1722 einen sehr prägenden und wichtigen Platz in der Schulgeschichte der Gemeinde Hülben hat.

So wechselvoll und facettenreich die Geschichten der Hülbener Lehrer waren, so wechselhaft ist auch die Geschichte der Schulhäuser der Gemeinde Hülben. Mit dem derzeitigen Schulhaus besitzt und besaß die Gemeinde insgesamt 5 Schulhäuser. Das erste Schulhaus in der Hauptstraße 19 diente bis 1811 seinem Zweck. Heute ist das Gebäude in privatem Besitz. Gegenüber baute die Kirche 1811 das Kullen-Haus in der Hauptstraße 18, das als Schulhaus und bis 1842 zur Hälfte auch als Rathaus diente. Das dritte Schulgebäude in der Dettinger Straße 1 wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch den stetigen Bevölkerungswachstum zu klein. Ein weiterer Schulhausneubau schien unumgänglich. Auszug aus dem Hülbener Heimatbuch:
„Mit der Gründung des Fonds 1904 tat die bürgerliche Gemeinde den 1. Schritt, um die Finanzierung des dringend benötigten Schulhauses voranzubringen. Nachdem in den folgenden Jahren jedoch eine Stagnation bei den Planungen auftrat, mahnte die Schulbehörde die Gemeinde an, die offensichtlichen Missstände zu beheben. Besonders bemängelte sie die großen Klassen und die Erfüllung der Oberklassen, wodurch der Unterrichtserfolg beeinträchtigt werde. Die Behörde forderte einen Nachweis mit mehreren Schulsälen sowie 3 neue Lehrerstellen. Mit dem Hinweis auf ihren Geldmangel und „dass zur Zeit die Frage der Wasserversorgung im Vordergrund stehe“ beantwortete die Gemeinde die Forderungen. Diese Argumente ließ die Schulbehörde jedoch nicht gelten und machte darauf aufmerksam, dass ab 1911 alle Klassen über 100 Schüler haben würden. Es müsse vorangemacht werden…“
Ab 1910 kamen die Planungen und die Bauausführungen zügig voran, sodass die Schulhauseinweihung im Gebäude Dettinger Straße 19 im Jahr 1913 am 29. September bei strahlendem Sonnenschein vorgenommen werden konnte. Die Hindenburgschule diente der Gemeinde bis 1970 als Zuhause. Danach wurde sie von der heutigen Peter-Härtling-Schule, dem neuen Schulgebäude, abgelöst.

Die Hindenburgschule feiert im Jahr 2013 ihr 100-jähriges Bestehen. Der Gemeinderat hat aufgrund der Sanierungsbedürftigkeit beschlossen, das Gebäude grundlegend zu sanieren.
Das Gebäude wird deshalb in zwei Abschnitten saniert. Der 1. Bauabschnitt, welcher die Sanierung des Lehrertraktes vorsieht, wurde im September 2013 abgeschlossen. Die Kosten für den 1. Bauabschnitt belaufen sich auf 1,1 Mio. Euro.
Der 2. Bauabschnitt folgt in den nächsten Jahren.
Im Jahr 2016 wurde im Gebäude eine Mensa für die Peter-Härtling-Schule, die Außenstelle der Gemeinschaftsschule Vordere Alb sowie den Hülbener Kindergarten eingerichtet.

Der Bürgersaal im Alten Schulhaus kann für private Feste/Feiern angemietet werden.
Es finden ca. 120 Personen Platz.

Nähere Auskünfte erhalten Sie im Rathaus,
Zimmer 14, Sandy Christner,
07125 9686-14 oder sandy.christner@huelben.de.
Antrag für Benutzung: Download
Benutzungs- und Gebührenordnung: Download

Die standesamtlichen Trauungen der Gemeinde werden zukünftig im Trauzimmer im Erdgeschoss des Alten Schulhauses, Dettinger Straße 19 stattfinden. Trauungen mit größerer Teilnehmerzahl können auch im Bürgersaal des Gebäudes abgehalten werden.