Landesfamilienpass


Der Landes-Familienpass berechtigt die Inhaber (Eltern und Kinder) entsprechend der Gutscheinkarte zum Landes-Familienpass zum kostenlosen oder ermäßigten Eintritt in die dort genannten Einrichtungen.

Im Landesfamilienpass sind alle berechtigten Personen einzutragen. Bei Änderung des Personenkreises ist ein neuer Landesfamilienpass zu beantragen und auszustellen.

Berücksichtigt werden alle kindergeldberechtigenden Kinder und Elternteile bzw. deren Partner (unabhängig davon, ob es ihre leiblichen Kinder sind), die in einem gemeinsamen Haushalt leben (entscheidend ist ein gemeinsamer Hauptwohnsitz der Eltern und Kinder). Kindergeld wird als Bestandteil des so genannten Familienleistungsausgleichs gem. § 31 und §§ 62 ff. EStG bzw. nach dem Bundeskindergeldgesetz gezahlt. Als Kinder zählen die in § 32 EStG i. V. m § 63 EStG genannten Kinder. Die Kindergeldberechtigung kann durch Vorlage der Kindergeldbescheinigung nachgewiesen werden. Kind im Sinne des § 32 Abs. 4 Nr. 3 EStG ist auch ein Kind, das das 18. Lebensjahr bereits vollendet hat und wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten, sofern die Behinderung schon vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.
Sind beide Elternteile kindergeldberechtigt und leben die Kinder nicht in einem gemeinsamen Haushalt, steht die Vergünstigung dem Elternteil zu, der die Kinder in seinem Haushalt aufgenommen hat. Der andere Elternteil kann jedoch in diesem Fall, wenn früher ein Anspruch auf einen Landesfamilienpass bestanden hat, weiterhin (z.B. nach Scheidung) als Berechtigter im Landesfamilienpass eingetragen bleiben.
Als Familie i. S. des Landesfamilienpasses gilt auch, wenn in Kinderheimen oder Kinderdörfern eine Kindergruppe auf Dauer von einer Bezugsperson fest betreut wird, d. h. wenn diese wie in einem Familienverband zusammen leben. Bei gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit mindestens drei kindergeldberechtigten Kindern bzw. einem schwer behinderten kindergeldberechtigenden Kind ist wie bei eheähnlichen Lebensgemeinschaften vorzugehen: Der Partner/die Partnerin ist als zweiter erwachsener Berechtigter einzutragen. Die Gutscheinkarte ist ein bargeldwerter Vorteil und darf bei Verlust nicht erneut vergeben werden.

Unter folgendem Link der Homepage des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren ist eine Liste aller Staatlichen Schlösser, Gärten und Museen in Baden-Württemberg sowie eine Liste aller nicht staatlichen Einrichtungen, die für Passinhaber einen kostenfreien bzw. ermäßigten Eintritt gewähren, eingestellt:

www.sozialministerium-bw.de/de/Landesfamilienpass/80806.html